Prof. Dr. Oliver Lazar „Manifestieren für Skeptiker

Prof. Dr. Oliver Lazar „Manifestieren für Skeptiker

Herzlich Willkommen liebe Zuseher zur neuen Ausgabe von Heilen auf allen Ebenen. Und wenn wir unser Leben heilen möchten, vielleicht aus bestimmten Situationen, aus bestimmten Schwierigkeiten, oder wenn man sagt, ich habe jetzt meinen Lebensweg eigentlich gefunden, ich würde gerne hier bestimmte Dinge machen, dann wäre es gut, wenn wir etwas wüssten über das Manifestieren. Und ich habe hier einen wundervollen Gast geladen, Prof. Dr. Oliver Lazar, Autor, Naturwissenschaftler und Diplom-Informatiker.

Du bist jemand, Oliver, der hat gerade ein neues Buch geschrieben, Manifestieren für Skeptiker. Und das ist natürlich für einen Wissenschaftler schon ein interessantes Thema, denn du hast dir dieses Manifestieren auf unterschiedlichsten Ebenen angesehen, aus unterschiedlichen Perspektiven. Und ich habe ja schon ein bisschen reingelesen und habe mir gedacht, wow, manche Facetten von dem waren mir noch gar nicht bewusst.

Ich grüße dich. Ich grüße dich auch lieber, Nepomuk. Vielen Dank, dass ich bei dir sein darf.

Was hat dich dazu bewogen, ein Buch über Manifestieren zu schreiben? Ja, es war wie bei meinem letzten Buch auch ein persönlicher Schicksalsschlag sozusagen, denn vor zwei Jahren bin ich am Magen operiert worden und Zwerchfell und Speiseröhre, eine sehr schwierige Operation, die dann leider auch nicht geholfen hat, zumindest zunächst nicht, und mich in eine tiefe Lebenskrise geworfen hat. Ich habe ca. 90% meiner Lebensqualität verloren und noch 15kg meines Körpergewichts.

Man sieht, du bist ein bisschen schlanker geworden. Ja, ich bin ein bisschen schlanker geworden, genau. Mittlerweile geht es wieder ganz gut.

Aber das war nicht absehbar nach der Operation. Das heißt, ich habe über ein Jahr lang wirklich extrem gelitten, in tiefsten Depressionen gewesen und körperlichen Schwierigkeiten. Ich konnte nicht richtig essen und all diese Dinge.

Und wie das so ist, wenn man Verlust erfährt, sei es gesundheitlicher Verlust oder finanzieller Verlust oder Kontrollverlust, dann schaut man sich nach anderen Dingen um, wie wir auch in der Corona-Zeit im Übrigen gesehen haben, wo dann der Suchbegriff Manifestation um 600% zugenommen hat in den ersten sechs Monaten. Also Menschen schauen immer dann, wenn sie was verloren haben, was sie nicht so kontrollieren können, ob es möglicherweise Wege gibt, da was doch noch handeln zu können. Und so war es bei mir auch, dass ich mich damit befasst habe, was kann ich denn für mich jetzt vielleicht noch mit meinem Geist schaffen, um wieder in einen besseren Zustand zurückkehren zu können.

Das war quasi die Initialzündung für dieses Buch. Da gibt es ja irgendwo ein Buch, glaube ich, von einer Dame geschrieben, der wünschte was oder einen Wunsch ans Universum. Da glaube ich, haben da viele noch diesen Wunsch des Parkplatzfindens.

Das klappt meistens ganz gut, aber dann irgendwo wird es dann schon schwieriger. Ja, aber davon möchte ich mich auch ganz klar distanzieren. Der Titel Manifestieren für Skeptiker soll jetzt auch nicht bedeuten, wow, ich finde Manifestieren so toll, ich will jetzt den letzten Skeptiker überzeugen.

Das soll das gar nicht heißen. Sondern der Skeptiker im Titel heißt eigentlich Skeptiker im positiven Sinne. Ja, so verstehe ich mich selber auch.

Also ein gesundes Maß an Skepsis ist ja richtig. Du hast ja hier einen Manifestationsbaum in deinem Buch. Ich werde das hier nochmal für die Kamera zeigen.

Da ist ja verschiedene Bereiche drin, wo wir gedacht haben, okay, gehört das auch zu Manifestieren? Da ist nochmal drin, Kraft der Gedanken, Heilung durch Gedanken, spirituelle Konzepte, Quantenmechanikers drin, Frequenzen und psychologische Effekte. Wollen wir mal in der Reihe noch ein bisschen hier eintauchen, dass wir mit Gedanken natürlich, oder das ist ja das, was die ganzen Mentoren oder Mentalkoaches machen, die sagen, okay, setz dir dein Ziel und folge diesem Ziel. Das ist ja auch beim Sport usw.

Und dann wirst du dein Ziel erreichen. Das kann man so machen, oder? Ja, es gibt natürlich sehr, sehr viele Facetten. Du hast jetzt gerade quasi die großen Äste genannt.

Das wird noch weiter verzweigt, dieser Baum. Und das, was du ansprichst, passt sehr gut auf das Visualisieren. Das ist so ein Aspekt, den ich herausgearbeitet habe für das Manifestieren.

Und das Visualisieren ist im Übrigen auch eines der wenigen Dinge, die mir selber auch geholfen haben, die ich selber anwenden konnte, als es mir so schlecht ging. Hast du dann wirklich versucht, dir die Lebensqualität wieder zurück zu manifestieren? Ich habe mir wirklich vorgestellt, wie Licht quasi in mich hineinfließt und genau an die Stellen hier in meinem Bauchraum quasi geleitet wird und dort Heilung vollbringt. Ich habe mir diesen Heilungsprozess wirklich bildhaft vorgestellt.

Und da gibt es eine interessante Studie von der Harvard Universität aus den 90er Jahren, wo man Teilnehmern im Prinzip erklärt hat, was denn die weißen Blutkörperchen sind, wofür die da sind, sie zur Immunabwehr. Und dann hat man den Leuten gesagt, jetzt stellt euch mal vor, das vermehrt sich in eurem Körper ganz extrem. Und dann stellt euch bitte vor, dass diese weißen Blutkörperchen all die Schadstoffe, all die Bakterien, die Viren angreifen, die in eurem Körper drin sind.

Und dann hat man den Leuten dreimal Blut abgenommen, einmal vorm Experiment, dann direkt danach und dann eine Woche später. Und die beiden Blutmessungen nach dem Experiment haben dann eben genau gezeigt, wie die Immunantwort gesteigert wurde. Also eine signifikante Steigerung der Immunantwort hat stattgefunden, nur durch Gedanken, durch das Visualisieren, wie sich denn quasi diese weißen Blutkörperchen wie kleine Haifische, die sollten sich das vorstellen, wie Haifische, die dann durchs Blut schwimmen und alles auffressen.

Da kenne ich auch ein Beispiel von jemandem, der sich glaube ich seinen Krebs auch genauso, ich habe mir immer das manifestiert, wie die Krebszellen so zusammengefressen werden. Und der ist dann auch so gemein geheilt worden. Das ist auch gleich veröffentlicht worden, diese Studie, oder? Genau, das ist veröffentlicht worden.

Ist von der Harvard Universität, wie gesagt, aus den 90er Jahren. Und das ist auch nichts, was in Ghostbusters erscheint oder so, sondern das wird in renommierten Peer-Review-Journals veröffentlicht. Und aus aller Ehren wert.

Es ist die Frage, warum kennt man solche Dinge nicht. Ja genau, warum kennt man sowas nicht? Irgendwie ist das schwierig zu erzählen. Ja, also es ist halt so, dass ich es mir auch wünschen würde, wenn ich jetzt krank bin, ich gehe zu meinem Hausarzt, dass der vielleicht auch mal so einen Tipp geben würde.

Also meistens würde man ja jetzt sicherlich denken, oh, der Arzt hat jetzt einen an der Waffel, der sagt, ich soll mich gesund denken und mir vorstellen, wie man Krebs aufgefressen wird. Aber ich glaube, wenn der Arzt so ein Paper mal mitgeben würde und sagen, hier ist die Quelle, das wurde veröffentlicht, Peer-Review, dann hat das eine ganz andere Wirkung. Ganz genau, das glaube ich auch.

Und dann kommt auch noch der Placebo-Effekt sozusagen verstärkend dazu. Also das ist etwas, was absolut wirksam ist und Evidenz auch hat. Ja, also nunfalls kann es ja nicht schlechter werden, aber jetzt bin ich ja mal positiv, wie geht das? Es ist natürlich keine Garantie.

Man soll jetzt bloß nicht auf die Idee kommen, der Lazar hat gesagt, du kannst dir deinen Krebs wegdenken. Man muss natürlich zum Hausarzt gehen, man muss ärztlich behandelt werden. Aber was kann ich denn noch zusätzlich tun? Das ist die Frage.

Ich selber noch beitragen. Genau, und es spielt natürlich auch sowas rein, das hast du ja auch gerade vorgelesen, das ist ja ein Ast meines Baumes, spirituelle Konzepte. Also sowas wie Lebensplan oder Seelenplan.

Wenn da nämlich draufsteht, du sollst dieses Leid erfahren, du sollst diese Krankheit durchleben mit all seinen Stufen und du sollst vielleicht auch früh sterben, dann kannst du natürlich manifestieren und visualisieren, bis du blau wirst. Das wird nicht funktionieren, denn ich denke, dass sowas wie Lebensplan, Seelenplan, Karma, dass das die stärkeren Konzepte sind. Mit dem Manifestieren habe ich quasi die Möglichkeit, innerhalb des Spielraums, der mir gegeben wird, tatsächlich etwas zu verändern.

Abwunschbegleitung zu erhöhen. Wie sind dir dann auch gegangen nach diesem Manifestieren? Bist du nicht mehr dabei oder ist es mittlerweile schon sehr gut geworden bei dir? Es ist schon sehr gut geworden, aber es ist immer noch Teil der Routine, sage ich mal. Ich habe natürlich noch viele andere Konzepte mir auch angeschaut, also Selbstgebete, Affirmationen und Dankbarkeit usw.

Das habe ich aber alles nicht geschafft, weil es mir zu schlecht ging. Ich war in so einer tiefen Depression, dass ich gar nicht in der Lage war, viele Konzepte wirklich anzuwenden. Das Visualisieren ist halt das, was bei mir möglich war und was auch für mich funktioniert hat.

Und vor allen Dingen hat mich erstaunt der Placebo-Effekt. Denn ich bin ja auch ausgebildeter Mediziner, beim Medizinstudium habe ich da jetzt nicht viel zu gelernt zum Thema Placebo. Und ich ging eigentlich davon aus, das ist mehr oder weniger Einbildung.

Man sagt dem Patienten, hier ist eine Tablette, das hilft gegen Schmerzen. Und dann bildet der sich ein, ja, das hilft. Aber es gibt hervorragende Studien, die belegen, dass Placebo echte, messbare Wirkungen im Körper hervorrufen kann.

Und vielleicht kann ich auch von einem bekannten Wissenschaftler erzählen, Fabrizio Benedetti aus Italien, Universität Turin. Das ist einer der bekanntesten Placebo-Forscher der Welt. Und er hat ein Forschungszentrum am Matterhorn.

Das ist eine Höhe von über 3.000 Metern über dem Meeresspiegel. Und er hat dann zwei Niederländer, ich meine, es waren Studierende, also einmal männlich, einmal weiblich, eingeladen als Testpersonen, Niederlande, weil es eben sehr niedrig ist, jetzt kommen die ins Hochgebirge, und kriegen dann eine Höhenkrankheit. Höhenkrankheit heißt, es ist wenig Sauerstoff da oben, es wird Prostaglandin E2 ausgeschüttet, das sorgt dafür, dass die Blutgefäße sich weiten, um diesen Sauerstoffmangel auszugleichen, dann werden die Blutgefäße geweitet.

Nur, das passiert ja auch im Gehirn, dann gibt es Kopfschmerzen. Dann hat er diesen beiden Teilnehmern Sauerstoff gegeben, dann war nach kurzer Zeit wieder alles gut, Kopfschmerzen waren weg. Jetzt sollten die dann einen Tag später eine Höhenwanderung machen.

Und dann hat er beiden ein Sauerstoffgerät mitgegeben. Und ein Sauerstoffgerät war aber nicht mit Sauerstoff gefüllt, sondern mit der normalen Umgebungsluft. Jetzt haben die beiden eine Höhenwanderung gemacht, keine Probleme gehabt, keine Kopfschmerzen, er hat dann nachträglich Blutmessungen gemacht, und der Prostaglandinspiegel ist also auch bei der Person, die nur die ganz normale Luft geatmet hat, auch niedrig gewesen.

Das heißt, der Körper hat quasi alleine nur aufgrund der Täuschung diesen Prostaglandinspiegel heruntergefahren, dass es keine Höhenkrankheit gibt. Also nur der Glaube daran, dass man jetzt wirklich Sauerstoff atmet, hat dasselbe Ergebnis gehabt als das echte Sauerstoffatmen. Das ist natürlich, glaube ich, auch im Gegenteil.

Wenn der Arzt sagt, Sie haben jetzt nur noch drei Monate zu leben, tut uns wahnsinnig leid, dann setzt sich natürlich was an bei dem. Weil natürlich der Körper dann beginnt plötzlich zu sagen, okay, ich habe ja nur drei Monate. Genau, deswegen sollte ein Arzt da vorsichtig sein mit den Worten.

Und in einem anderen Gespräch hatten wir ja auch schon mal diesen Fall, wo ich erzählte, dass das mal auch eine Fehldiagnose war. Man hat dem Patienten gesagt, Sie haben nur noch sechs Monate zum Leben. Dann ist der so nach sechs, sieben Monaten gestorben.

Und dann kam aber etwas später heraus, es war eine Fehldiagnose. Der hatte gar nicht diese Krankheit. Oder die Aktenbeweglichkeit auch.

Also das scheint so zu sein, das kann man jetzt nicht hundertprozentig sagen, aber dass dieser Patient eben allein nur aufgrund der Annahme, dass man stirbt, dafür gesorgt hat, dass der Körper tatsächlich dann ablebt. Nach dieser Zeit von sechs bis sieben Monaten. Das bedeutet, dass der Geist offensichtlich einen großen Einfluss auf diese Materie hat und auf diesen ganzen Metabolismus im Körper.

Ja, absolut. Es gibt auch ein sehr, sehr spannendes Experiment mit einer Fünf-Finger-Klavier-Übung. Ich weiß nicht, hast du das schon mal gehört? Nee.

Auch von der Harvard-Universität in den 90er Jahren durchgeführt worden. Und zwar haben Teilnehmer, es waren glaube ich 33 Teilnehmer, haben eine Fünf-Finger-Klavier-Übung gemacht. Wobei man dann geteilt hat, eine Hälfte hat tatsächlich fünf Tage lang, täglich zwei Stunden lang diese Fünf-Finger-Klavier-Übung am Klavier durchgeführt.

Und die andere Gruppe hat sich das nur vorgestellt. Okay. Und dann hat man sich die Gehirnregionen angeschaut, die betroffen sind.

Also Stichwort Neuroplastizität. Das heißt, diejenigen, die das wirklich physisch ausgeführt haben, haben ein bestimmtes Gehirnareal trainiert und verändert und verdichtet. Die, die sich das nur vorgestellt haben, aber auch.

Und es gibt weitere Studien, vor allem bei Sportlern, wo man ganz genau sehen kann, wenn sich Sportler ihren Ablauf, meinetwegen ein Stabhochspringer, wenn man sich diesen Ablauf im Kopf immer und immer und immer wieder durchgeht und durchspielt, dass das letztendlich dieselben Prozesse auch, die physiologischen und die neuroplastischen Vorgehensweisen im Gehirn genauso beeinflusst wie das echte Training. Und selbst ein Muskelaufbau findet statt. Also salopp gesagt, der Bodybuilder, der pumpt, der hat am Ende möglicherweise gar nicht viel mehr, als der, der nur zu Hause im Bett liegt und sich vorstellt, die Gewichte zu heben.

Er kann sich auch nicht weh tun. Das zeigt einfach, wozu unser Geist in der Lage ist, dass wir auch wirklich neuroplastisch was verändern können. Das heißt, das ist aber auch der Vorteil, dass ich im Laufe des Lebens, wenn ich zum Beispiel Schlaganfälle oder sowas, plötzlich auch wieder Dinge lernen kann, wo man früher gesagt hat, das ist gar nicht mehr möglich, weil dieser Bereich ist ja völlig beschädigt, dann werden andere Bereiche übernehmen dann das.

Rachzentrum, Assistenzentrum, was auch immer. Dr. Yvonne Cason zum Beispiel, kanadische Ärztin, also auch eine schwere Gehirnverletzung, die ist gestürzt auf ihrem Hinterkopf. Und man sagte ja auch, nach zwei Jahren ungefähr, und es hat sich nicht verbessert, dass es danach eigentlich keine Hoffnung mehr gibt, dass es wieder besser werden kann.

Und sie hat aber nicht aufgegeben, hat immer weiter gemacht und versucht zu meditieren. Das fiel am Anfang sehr, sehr schwer. Aber nach zwölf Jahren hat sie plötzlich gemerkt, dass was passiert ist.

Und es hat quasi eine komplette Heilung ihres Gehirns stattgefunden. Also das, was eigentlich nach zwei Jahren laut Schulmedizin ausgeheilt war, kommt nach zwölf Jahren. Nach zwölf Jahren merkt sie, sie merkt wie so Lichtwahrnehmungen, dass die Meditation gewirkt hat.

Und sie hat gemerkt, ich heile gerade. Sie hat das richtig gespürt, mein Gehirn heilt gerade. Und plötzlich war sie wieder in der Lage, auch Vorträge zu halten und all diese Dinge, die sie nicht konnte in den ganzen zwölf Jahren zu führen.

Das ist ja auch dieses Phänomen der sogenannten Spontanheilungen. Wenn Patienten im Endstadium zum Beispiel Krebs liegen und der Arzt sagt, liebe Krankenschwester, sagst du mir doch morgen früh, wann in der Nacht er verstorben ist, und sie sagt, nee, der ist jetzt wieder völlig gesund, dann ist das natürlich für den Arzt irgendwie nicht nachvollziehbar. Da gibt es ja unzählige Fälle.

Es gibt auch viele, Jakobi und der, wie heißt der, Joe Dispenser, die sich irgendwie in ihren Diagnosen nicht hingegeben haben und haben sich dann selber geheilt über ganz andere Methoden, über den Ingeist. Oder Anita Mojani, die hat ja auch ganz, ganz viel Krebs gehabt, hatte ja auch im Prinzip eine Überlebenschance von 0,1%. Und auch sie ist ja dann quasi über Nacht mehr oder weniger geheilt und die Tumoren sind verschwunden, wobei sie aber nicht manifestiert hat.

Deswegen in meinem Buch beleuchte ich nicht nur die eine Seite, dass es funktioniert, sondern ich beleuchte auch eben die Bereiche, die man vielleicht auch anders erklären kann oder wo man sieht, es braucht nicht unbedingt unser aktives Dazu-Tun. Also diese Wunderheilungen, die passieren ja auch, wenn ich mich nichts hinsetze und das herbei wünsche oder mir herbei manifestiere. Vor allem bei Nahtoderfahrenen, die im Sterbeprozess vielleicht eine Nahtoderfahrung haben, kommen sie zurück und sind dann plötzlich geheilt.

Das ist natürlich ein sehr spannendes Thema, weil die bringen ja meistens dann auch noch erweiterte Fähigkeiten mit. Ja, absolut. Wo du gerade bei den Nahtoderfahrenen bist, da ist auch in meinem Buch eine interessante Studie von Dr. Sascha Plackhoff aus Berlin.

Der hat über 20 Jahre lang Patienten untersucht, die Nahtoderfahrungen hatten. Patienten ist vielleicht der richtige Begriff. Suizidenten sind es gewesen.

Also es sind ausschließlich Leute, die versucht haben, freiwillig aus dem Leben zu scheiden, die eine Nahtoderfahrung hatten und wieder zurückgekommen sind. Und im Prinzip hatten diese Suizidenten dieselben Elemente, die jeder andere auch hat, der eine normale Nahtoderfahrung hatte. Aber eins war unterschiedlich.

Sie hatten zu 23 Prozent eine Zukunftsschau. Das war deutlich mehr als bei den normalen Nahtoderfahrern. Das heißt, man hat diesen Suizidenten gezeigt, wie ihre Zukunft sein wird.

Sie haben gesagt, hier schau, das ist deine Frau, das ist dein Kind, da wirst du leben. Man hat ihnen also eine Perspektive gegeben, mit der sind sie zurückgekehrt. Und dann hat man sie befragt.

Aber wenn man euch die Zukunft gezeigt hat, steht dann die Zukunft schon fest. Und da kann man zu dem Entschluss, ja, das grobe Drehbuch, das ist geschrieben. Das heißt, es gibt gewisse Meilensteine im Leben, da kommt man nicht dran vorbei.

Die muss man sozusagen erleben. Da sind wir beim Seelenplan vielleicht. Dann sind wir beim Seelenplan.

Also es scheint wirklich so eine Art grobes Drehbuch zu geben. Und ich erkläre das dann eben auch so, dass es so eine Art Spielraum gibt. Also mein Lebensplan hat einen Spielraum, in dem ich mich mit meinem freien Willen bewegen kann.

Wo auch das Manifestieren dann auch funktioniert, wenn es meinem Lebensplan zuträglich ist. Das heißt, ich kann auch nur sowas manifestieren, was eh schon da war in meinem Feld. Etwas, was nicht für mich bestimmt ist in meinem Lebensplan.

Das werde ich auch mit der besten Manifestationsstrategie, denke ich, nicht hinbekommen. Das ist so nach dem Motto, wenn wir nach München fahren, da gibt es fünf verschiedene Strecken. Und du kannst entscheiden, welche Strecke du nimmst, aber die fahren nach München und der Termin steht.

Genau. Manchmal fährt man halt einen großen Umweg. Man kommt vielleicht zu spät zum Termin.

Man wird aber immer wieder in Situationen geführt, dass man zurückfindet zu diesen großen Meilensteinen. Genau. Also das heißt, diese Erfahrung, die man macht, wo wir sagen, oh, die ist ja negativ.

Wer sucht sich denn eine Krankheit oder vor allem eine tödliche Krankheit als Lebensweg oder als Erfahrung aus? Das ist ja eine sehr irdische Perspektive. Glaubst du denn, dass vielleicht in naher Zukunft oder in den nächsten Evolutionssprüngen unsere Wissenschaft vielleicht auch diese Perspektive aus den höheren Bereichen Einfluss nehmen wird auf das, was wir gerade sind? Weil ich glaube, wenn ich das Leben nicht endlich, sondern unendlich ansehen kann, und sage, okay, in diesem Leben habe ich diese Bausteine, die gefallen mir vielleicht nicht so gut jetzt aus diesem Blickwinkel, aber wenn ich mich selber außen beobachten kann und sage, ja, ich habe aber mir dieses Spiel ausgesucht, um diese Erfahrung zu machen, werden sie vielleicht nicht so dramatisch angesehen, aber es geht mir vielleicht auch nicht so nahe. Also ich muss sagen, das hat mir selbst in meiner Krankheit auch geholfen.

In dieser tiefsten Depression, in diesem riesengroßen Leid, wo ich morgens schon aufgewacht bin und nur geheult habe, weil ich diesen Tag nicht erleben wollte. Aber weil ich wusste, es gibt mehr, es gibt sowas wie einen Lebensplan, es gibt meine Überseele, die das mit Sicherheit in irgendeiner Form geplant hatte, und dass es einen größeren Sinn dahinter gibt, konnte ich das mit etwas mehr Gelassenheit durchleben. Ich will nicht sagen, ich habe das Leid nicht mehr erfahren.

Das ist auch wichtig. Deswegen inkarnieren wir ja letztendlich auch, um es in seiner, ja, wie soll ich sagen, mit all seinen Facetten zu erleben, das Leben. Auch mit dem ganzen Leidvollen.

Denn das können wir als Geistwesen offensichtlich nicht in der Form erleben. Dazu ist es notwendig, in Fleisch und Blut zu kommen. Deswegen, es ist auch nicht nützlich, wenn wir jetzt alle erleuchtet hier auf der Erde herumlaufen und wir alle, ah, ich bin doch in Wirklichkeit in der Größenordnung.

Ja, genau, da brauche ich nicht mehr inkarnieren. Es hat ja schon einen Sinn, dass es auch diesen Vorhang des Vergessens gibt, diesen Schleier, dass ich mich auch nicht so an alles erinnern kann. Das hat ja seinen Sinn.

Denn das, was ich erlebe, was ich erleide, das muss ja auch echt sein. Und das ist auch der Grund, warum ich vieles von dem eben vergessen habe, woher ich komme. Aber ich habe die Möglichkeit, in diesem Leben tatsächlich dazuzulernen.

Ich glaube, dass das ja schon ein wichtiger Punkt ist, erstmal zu erkennen, das Leben ist so, wie es ist, ich nehme es an, es hat offensichtlich einen höheren Plan, ich verstehe es vielleicht nicht, aber da gehe ich jetzt durch. Und das Gleiche kann ich aber erkennen, in dieser Inkarnation, auch wenn ich vielleicht aus dem Geburtskanal des Vergessens komme, es geht dann auch weiter, und das, was wir gerade besprochen haben, scheint ein höherer Plan zu sein, und bei der nächsten Inkarnation kann ich vielleicht nicht mehr als Oliver, aber die sich selbst, will eine andere, Erfahrungswelt aus. Und möglicherweise ist es auch so eine Art Übergangszeit, in der wir leben, wo dann eben die Leute durch Erfahrungen immer weiter gewachsen sind, dann auch irgendwann mal dann andere Aufgaben bekommen.

Das heißt, wir sind ja nicht alle unbedingt immer im selben Erfahrungshorizont, sondern wir sind in einer Übergangsphase, und vielleicht ist ja das menschliche Leben in 10.000 Jahren auch ganz anders, als so wie wir es jetzt hier erleben. Oder es gibt vielleicht noch ganz andere Realitätsebenen, wo man sagt, okay, du hast jetzt diese Erfahrungsbereiche hinterher, aber jetzt bist du reif für diese Erfahrungsbereiche, die vielleicht noch mehr dienen an dem Anderen, und nicht mehr an dir arbeiten. Du hilfst jetzt praktisch Anderen, bei diesen Erfahrungswelten hier durchzukommen.

Das sind dann diese Sachen, wo man dann hier Informationen bekommt von dem höheren Selbst, oder wie auch immer, wo man so kleine Tipps bekommt, etc., wo man sagt, okay, wir helfen ihm, dass er vielleicht ein bisschen leichter diesen Weg nach München findet und nicht unbedingt in den Stau reingeht. Wie viele Seiten hat denn dein Buch? Ja, circa 250. Der Buchsatz ist noch nicht ganz abgeschlossen.

Da gucken wir aber, wie viel das am Ende wird. 250 bis 280 Seiten sind es am Ende. Und jede Menge Quellen, weil ich mich natürlich mit vielen Studien auseinandergesetzt habe.

Das ist natürlich toll, weil du als Wissenschaftler sagst, okay, ich arbeite natürlich, ich weiß, wie man wissenschaftlich arbeitet, ich brauche die Quellenangaben, ich muss schauen, was es gibt. Sind dir Studien dabei gewesen, die du neu entdeckt hast, wo du gesagt hast, ich habe gar nicht gewusst, dass es das gibt? Ja, auf jeden Fall. Zum Beispiel etwas aus der Biologie, also von unseren Chromosomen, das ist von Blackburn und Epel veröffentlicht worden, im Journal Nature, also höchst renommiert.

Und zwar geht es da um das Thema Dankbarkeit. Und was hat das mit Chromosomen zu tun? Wir haben an den Enden von unseren Chromosomen Telomere, das sind DNA-Sequenzen, diese Telomere, die verkürzen sich mit jeder Zellteilung. Eine menschliche Zelle teilt sich so 50 bis 70 Mal.

Das ist ja das, was man in einem ewigen Leben versucht zu stoppen. Ja, ganz genau. Das heißt, das ist so direkt am Alterungsprozess beteiligt, diese Telomere.

Und in gesunden Zellen findet man das nicht immer, und wenn, findet man das nur sehr gering, die Telomerase. Das ist nämlich ein Enzym, was dafür sorgt, dass die Telomere nicht verkürzt werden, sondern dass sie wieder aufgebaut werden, sprich Verjüngung. Und was hat man herausgefunden? Gewalt und negative Aspekte haben dazu geführt, dass die Telomerase-Aktivität heruntergefahren wurde.

Wenn du aber dankbar bist und optimistisch, vor allen Dingen dankbar, dann war die Telomerase-Aktivität hoch, und das heißt, du hast so eine Art Verjüngungseffekt. Also wenn du optimistisch durchs Leben gehst und dankbar für das bist, was du erlebst, ist das wie ein Jungbrunnen. Und das ist, wie gesagt, nicht in Ghostbusters erschienen, sondern in Nature.

Es gibt eigentlich zwei Journals auf der Welt mit dem höchsten Ansehen, Science und Nature, und das ist in Nature erschienen. Und das zeigt einfach, dass es in diesem Bereich in Dankbarkeit, Optimismus und all dieser Dinge erfahren, auch wirklich super seriöse Wissenschaft gibt. Und das heißt, dass unsere geistige Einstellung zum Sein, zu mir selber, zu dieser Welt, der Geist über Materie doch viel, viel mehr bewirken kann, als wir vielleicht jetzt in unserem Weltbild gerade öffentlich darüber wissen, vielleicht persönlich schon erfahren dürften, aber dass es dann auch Studien schon gibt, die das dann auch belegen, weil in Nature veröffentlichen wir nicht irgendwas, was eine Wischiwaschi-Studie ist, sondern es muss schon fundiert sein.

Das ist schon sehr spannend. Wir sind ja lange nicht am Ende unseres Wissens, und das Wissen, glaube ich, wird ja immer irgendwo wachsen und die Weltbilder werden sich ändern. Und Edith Seidel, da hat sie gemeint, sie hat schon das gelbe Gemahl gefunden, und plötzlich stellt man fest, oder waren wir noch ganz weit weg, wie siehst du das? Bist du auch hier offener geworden für das, was Wissenschaft betrifft? Ja, das ist natürlich beim Wissenschaftler immer ein bisschen schwierig, sich für, ich sage mal, spirituelle Themen zu öffnen, weil das oftmals vermischt wird mit Esoterik, jetzt mal Esoterik im negativen Sinne, und als Wissenschaftler hat man viel zu verlieren, also wenn man sich jetzt für solche Themen öffnet.

Deswegen ist es oftmals so, dass ein Wissenschaftler irgendwas Persönliches erlebt hat, was sehr, sehr eindrücklich war. So war es ja bei mir auch, durch mein spirituelles Erweckungserlebnis mit dem verstorbenen Mädchen, da haben wir ja auch schon mal in anderen Gesprächen darüber gesprochen, so wie andere, die Nahtoderfahrungen gehabt haben, oder die Patienten behandelt haben, die Nahtoderfahrungen hatten, also dieses eigene, persönliche Erlebnis. Nichts ist so eindrücklich wie das eigene, persönliche Erlebnis, weil dann sind Wissenschaftler plötzlich auch mutig genug, mit solchen Themen an die Öffentlichkeit zu gehen.

Und zu erkennen, es könnte vielleicht auch anders sein, und wir sind noch nicht am Ende der Wissens angelangt, und so wie wir das vielleicht in den Lehrbüchern gelehrt haben, mag es vielleicht zu großen Teilen stimmen, aber es gibt offensichtlich mehr Ausnahmen als Regeln. Absolut, ja. Und vor allen Dingen ist es wichtig, da auch nicht diesen Dogmatismus aufzubauen.

Das habe ich oftmals das Gefühl, dass viele Wissenschaftler sehr dogmatisch sind. Das heißt, sobald jemand kommt und sagt, ja, aber hier gibt es möglicherweise auch transzendente Aspekte, oder was spirituelles, was geistiges spielt hier eine Rolle, dann wird dann oft so eine ablehnende Haltung eingenommen, und dann kommt dieser Dogmatismus zum Vorschein. Und die Offenheit ist wichtig.

Ja, genau. Und es ist wichtig, dass man sich seine Offenheit bewahrt und seine Skepsis, aber eben nicht den Dogmatismus. Eigentlich denkt man als Normalbürger, ja, die Wissenschaft ist doch offen für sowas, aber auch hier ist natürlich so ein Weltbilder schon ziemlich zementiert teilweise.

Das geht aber schon über die Jahrhunderte unserer Geschichte hindurch. Immer wenn etwas Neues kam, oder erst einmal in Ablehnung und dann langsam, langsam die Weltbilder zu drehen und zu ändern. Also mein Manifestieren für Skeptiker ist mit Sicherheit ein sensationelles, tolles Buch, wo man ganz neue Aspekte kennenlernen und vielleicht sich selber anwenden kann.

In den Bereichen eines Lebensplans und eures Lebensplans, liebe Zuseher. Also die Möglichkeiten sind offen. Wir sind noch lange nicht am Ende des Wissens.

Bleiben Sie gespannt, bleiben Sie offen. Schließen Sie Ihr Weltbild nicht zu. Bleiben Sie aber auch skeptisch.

Und darum heißt das Buch auch Manifestieren für Skeptiker. Und bis zum nächsten Mal. Das war Heilen auf allen Ebenen.

Manifestieren für Skeptiker: Mythos und Wahrheit aus der Sicht eines Wissenschaftlers (2025)

Kann die Kraft unserer Gedanken wirklich unser Leben verändern? Ist Manifestation nur ein esoterischer Hype – oder gibt es wissenschaftliche Beweise für ihre Wirkung?

Dieses Buch nimmt dich mit auf eine faszinierende Reise durch die Welt der Manifestation. Basierend auf neuesten Erkenntnissen aus Quantenphysik, Psychologie und Neurowissenschaften untersucht der renommierte Wissenschaftler Prof. Dr. Oliver Lazar die verborgenen Mechanismen hinter unseren Gedanken. Erfahre, wie Frequenzen, der Placebo-Effekt und epigenetische Prozesse unsere Realität formen können – und welche Fallstricke es gibt.

Mit einem kritischen Blick auf spirituelle Konzepte, persönlichen Erfahrungsberichten und praktischen Tipps bietet dieses Buch eine einzigartige Mischung aus fundierter Wissenschaft und gelebter Praxis. Ob du dein volles Potenzial entfalten, deine Gesundheit stärken oder Strategien für ein glückliches Leben finden möchtest – hier findest du wertvolle Impulse, die über bloße Theorie hinausgehen.

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